Polieren entfernt Swirls und leichte Kratzer, indem eine hauchdünne Schicht der Decklackschicht (des Klarlacks) egalisiert wird, bis der Kratzer verschwindet. Die goldene Regel: Beginne mit dem am wenigsten aggressiven Pad und der mildesten Politur, mache zuerst eine Teststelle und arbeite in Abschnitten von 60 mal 60 Zentimetern. Mit den D-CON Delta Pro Polierpads auf einer Dual-Action-Maschine gelingt das sicher, auch als Anfänger.
Warum Polieren funktioniert (und warum Vorsicht wichtig ist)
Swirls und feine Kratzer sind winzige Kratzer im Klarlack, die das Licht in alle Richtungen streuen, wodurch der Lack matt wirkt. Eine Politur mit einem Pad trägt eine minimale Klarlackschicht ab, bis die Oberfläche wieder eben ist und das Licht sauber reflektiert. Dieser Klarlack ist endlich: Man kann nicht endlos polieren. Arbeite daher immer so leicht wie möglich und nur dort, wo es nötig ist.
So wendest du es an
Vorbereiten. Wasche und entfette das Auto, knete den Lack für eine glatte Oberfläche und klebe empfindliche Teile ab: Gummi, Kunststoff und Zierleisten. Stelle das Auto aus der Sonne und lass es abkühlen.
Mache eine Teststelle und wähle die am wenigsten aggressive Kombination. Bei leichten Swirls polierst du in einem Schritt mit einem weichen Finishing-Pad; bei tieferen Kratzern beginnst du mit einem festeren Cutting-Pad und arbeitest danach mit einem weicheren Pad nach.
Arbeite in Abschnitten von 60 mal 60 Zentimetern. Befeuchte das Pad leicht, gib ein paar kleine Tropfen Politur auf, verteile sie bei niedriger Drehzahl und erhöhe dann (Dual-Action-Stufe 3 bis 6) im Kreuzmuster von horizontal nach vertikal, bis die Politur fast transparent ist.
Wische mit einem sauberen Mikrofasertuch ab und prüfe das Ergebnis mit einer LED-Lampe im schrägen Winkel. Wiederhole bei Bedarf mit einem feineren Pad und Politur für das Finish und reinige das Pad nach jedem Abschnitt.
Ein, zwei oder drei Schritte: wie viel Korrektur?
Leichte Swirls behandelst du in einem einzigen Schritt mit einem Finishing-Pad und einer feinen Politur. Mittlere Kratzer brauchen zwei Schritte: erst mit einem mittleren Pad und Compound korrigieren, dann mit einem Finishing-Pad nacharbeiten. Schwere Schäden erfordern drei Schritte: beginne mit einem Wollpad und einem starken Compound und folge danach dem Zwei-Schritt-Verfahren. Kommst du selbst nicht weiter, überlass schwere Korrekturen einem Profi.
Achte auf den Lacktyp
Nicht jeder Lack ist gleich hart. Japanische Marken wie Toyota, Honda und Mazda haben oft weichen Lack: beginne vorsichtig mit einem Finishing-Pad, besonders bei Schwarz. Deutsche Marken wie VW, BMW und Mercedes haben härteren Lack, der mehr Druck und Drehzahl verträgt, und Audi und VW verwenden oft einen extra harten Keramiklack. Dunkle Farben zeigen Fehler schneller als helle. Mache daher immer zuerst eine Teststelle und arbeite im Zweifel weicher.
Häufige Fehler
Sofort mit dem aggressivsten Pad beginnen. Fange immer leicht an und steigere nur bei Bedarf.
Die Lacktemperatur nicht im Auge behalten. Warmer Lack und zu langes Verweilen an einer Stelle erhöhen das Schadensrisiko.
Das Pad zwischen den Abschnitten nicht reinigen oder zu viel Politur verwenden. Ein gesättigtes Pad arbeitet schlechter und unberechenbar.
Zu oft polieren. Der Klarlack ist endlich, also poliere nur dort und dann, wenn es wirklich nötig ist.
