Die meisten Swirls im Lack entstehen nicht beim Waschen, sondern beim Trocknen. Reibst du ein Tuch über den Lack, ziehst du feine Schmutzpartikel mit, die kleine Kratzer hinterlassen. Sicher trocknest du daher durch Tupfen oder Ziehen mit einem dicken, plüschigen Mikrofaser-Trockentuch, von oben nach unten und in geraden Linien. Ein Trockenhilfsmittel oder Quick Detailer reduziert die Reibung zusätzlich und hinterlässt gleichzeitig eine dünne Schutzschicht.
Warum Trocknen Kratzer verursacht
Nach dem Waschen bleibt immer etwas feiner Staub und Schmutz auf dem Lack liegen, auch wenn du sorgfältig gewaschen hast. Bewegst du ein Tuch mit Druck über die Oberfläche, schmirgeln diese Partikel mit und ziehen die Ringe, die du in der Sonne als Swirls siehst. Je weniger Reibung und je sauberer dein Tuch, desto kleiner das Risiko. Ein dickes Plüschtuch nimmt das Wasser durch Kapillarwirkung auf, sodass du nicht schrubben musst.
So wendest du es an
Lass zuerst das meiste Wasser ablaufen. Spüle mit einem offenen Schlauch ohne Düse nach, sodass das Wasser in einem glatten Film von den Flächen läuft statt in tausend Tropfen. So bleibt viel weniger Wasser zum Trocknen.
Arbeite von oben nach unten: erst Dach und Scheiben, dann Motorhaube und Heckklappe, danach die Seiten und die unteren Partien und Stoßfänger zuletzt. Sie sind am nächsten am Boden und am schmutzigsten.
Tupfen oder ziehen, nicht reiben. Zum Tupfen legst du das Trockentuch flach auf eine nasse Fläche, drückst sanft ohne zu verschieben und hebst es gerade ab. Zum Ziehen führst du das Tuch langsam in geraden Linien der Form des Autos folgend, ohne Druck, und lässt die Fasern das Wasser aufnehmen.
Drehe das Tuch oft auf eine trockene Seite und ersetze es, sobald es gesättigt ist. Für noch weniger Reibung und sofortigen Schutz sprühst du ein Trockenhilfsmittel oder einen Quick Detailer auf die nasse Fläche, bevor du trocknest.
Ein Blower für die Spalten
Aus Spiegeln, Gittern, Emblemrändern und Fenstergummis läuft nach dem Trocknen oft Wasser, das später als Schlieren auf dem Lack erscheint. Ein Luftblower bläst dieses Wasser aus den Spalten, ohne den Lack zu berühren. Gerade bei einem Auto mit Keramikversiegelung, wo Wasser schnell abperlt, ist ein Blower eine willkommene Ergänzung, weil du den Lack dann kaum noch berühren musst.
Warum ein gutes Trockentuch
Ein dünnes oder billiges Tuch nimmt wenig Wasser auf und zwingt dich zu reiben und mehrmals über dieselbe Stelle zu gehen, genau das, was du vermeiden willst. Ein dickes Plüsch-Trockentuch mit hohem GSM-Wert hält viel Wasser und hat weiche, nahtlose Ränder, die entlang von Kanten und Glas keine Kratzer machen. So trocknest du eine Fläche in einem oder zwei Zügen statt zu schrubben.
Häufige Fehler
In Kreisen reiben oder mit Druck schrubben. Genau so entstehen Swirls; arbeite in geraden Linien und lass das Tuch die Arbeit machen.
Ein Tuch verwenden, das auf dem Boden lag. Es ist voller Schmirgelpartikel; lege dein Trockentuch nie auf den Boden.
Von unten nach oben arbeiten und so Schmutz von den unteren Partien nach oben verteilen.
Das Auto in der Sonne trocknen lassen. Das Wasser verdunstet und die Mineralien bleiben als Wasserflecken zurück.
Lässt du das Auto doch an der Luft trocknen, bekommst du fast sicher Wasserflecken. Lies, wie du die entfernst, im Ratgeber zum Wasserflecken und Kalk entfernen.
