Dein Auto von Hand ohne Kratzer zu waschen, beruht auf einem Prinzip: Es darf kein Schmutz zwischen dein Tuch und den Lack geraten. Die meisten feinen Kratzer und Swirls entstehen nicht beim Waschen selbst, sondern dadurch, dass Sandkörner und Staub über den Lack gezogen werden. Ein Bürstentunnel macht genau das: Die Bürsten halten Sand und Schmutz früherer Autos fest und ziehen ihn unter Druck über deinen Lack.
Mit der richtigen Methode und ein paar guten Hilfsmitteln bleibt dein Lack tief und kratzerfrei. Plane dreißig bis fünfundvierzig Minuten für eine ruhige, vollständige Wäsche ein. Nimm dir ruhig Zeit, denn eine gehetzte Wäsche ist genau, wie die meisten Kratzer entstehen.
Auf einen Blick
Dauer: 30 bis 45 Minuten
Schwierigkeit: Anfänger
Methode: Zwei-Eimer-Handwäsche, von oben nach unten
Wichtigste Regel: niemals mit einem trockenen oder schmutzigen Tuch über den Lack
Was du brauchst
Zwei Eimer (einer mit Shampoo, einer mit sauberem Spülwasser)
Ein pH-neutrales Autoshampoo
Einen weichen Mikrofaser-Waschhandschuh
Einen separaten Handschuh oder eine Bürste für die Felgen
Ein plüschiges Mikrofaser-Trockentuch
Optional: ein Grit Guard im Boden des Spüleimers
So wendest du es an
Den groben Schmutz abspülen. Mache das Auto zuerst von oben nach unten nass und spüle losen Sand und Staub ab. Je mehr Schmutz du entfernst, bevor du den Lack berührst, desto geringer das Kratzerrisiko. Hast du einen Hochdruckreiniger oder eine Schaumschicht, nutze diese zuerst, um den Schmutz zu lösen.
Die Zwei-Eimer-Methode. Fülle einen Eimer mit Wasser und der richtigen Menge Shampoo und einen zweiten mit sauberem Spülwasser. Tauche den Waschhandschuh in den Shampoo-Eimer, wasche einen Abschnitt und spüle den Handschuh danach im Spüleimer aus, bevor du erneut Shampoo aufnimmst. So bleibt der Schmutz im Spüleimer und nicht auf dem Lack. Ein Grit Guard am Boden hält den Sand unten.
Von oben nach unten waschen. Wasche immer vom Dach zu den Schwellern. Der untere Teil des Autos ist am schmutzigsten, also kommt er zuletzt. Mache gerade Züge statt Kreise. Kreisbewegungen ziehen Schmutz immer wieder über dieselbe Stelle und verursachen Swirls: feine kreisförmige Kratzer, die in der Sonne wie ein Netz aufleuchten. Gerade Züge verteilen das Risiko auf eine Linie und verhindern dieses Muster. Drücke nicht fest, lass das Shampoo die Arbeit machen.
Die Felgen separat machen. Felgen sind voller Bremsstaub und Straßenschmutz, den du nie auf dem Lack haben willst. Nutze daher einen separaten Handschuh oder eine Bürste und einen eigenen Eimer für die Felgen. Mache die Felgen am besten zuerst, noch bevor du den Lack wäschst, damit aufspritzender Bremsstaub und Felgenreiniger danach abgespült werden. Machst du sie doch nach dem Lack, spüle das Rad und den Lack drumherum besonders gründlich nach.
Gründlich nachspülen. Spüle das ganze Auto großzügig ab, bis der gesamte Schaum weg ist. Zurückgebliebenes Shampoo trocknet zu Flecken. Spüle von oben nach unten und achte auf Kanten, Spiegel und Grills, wo sich Schaum sammelt.
Trocknen ohne zu reiben. Trockne mit einem dicken, sauberen Mikrofaser-Trockentuch. Lege das Tuch auf den Lack und ziehe es zu dir, oder tupfe das Wasser auf. Reibe nicht hin und her, denn beim Trocknen entstehen die meisten Swirls. Lack, der in der Sonne trocknet, gibt Wasserflecken, also trockne immer selbst nach.
Die häufigsten Fehler
In die Waschstraße fahren: die Bürsten ziehen Sand früherer Autos über deinen Lack
Mit einem trockenen Tuch über eine staubige Oberfläche gehen
Dasselbe Tuch für Lack und Felgen verwenden
In voller Sonne waschen, sodass Shampoo und Wasser eintrocknen
Fest drücken und in Kreisen polieren
